Fahrt zum Trappistenkloster Novy Dvur und zum Kloster Tepl in der tschechischen Republik

Minimalismus - moderne Architektur und jahrhundertelange Tradition

Die Studienfahrt am Samstag, 18. Mai verbindet Besuche im vor 20 Jahren im Jahr 1999 neu gegründeten Trappistenkloster Novy Dvur und dem Prämonstratenser-Stift Tepl mit langer Klostertradition. Die beiden Klöster befinden sich etwa 40 Kilometer südlich von Karlsbad und etwa 14 Kilometer östlich von Marienbad in der Tschechischen Republik und sind nur einige Kilometer voneinander entfernt. Nach aufwändiger Renovierung wurde im Herbst 2018 das Stift Tepl neu für Besucher geöffnet.

Während der Busfahrt ist eine Einführungen zur Architektur des vom Stararchitekten John Pawson entworfenen Klosters Novy Dvur durch den Bischöflichen Baudirektor Paul Höschl geplant. Die Zeit im Bus nutzt Pfarrer i.R. Hans-Josef Bösl zu Informationen über die Geschichte und Bedeutung des Stiftes Tepl und die Situation der Kirche in Tschechien. Monsignore Dr. Werner Schrüfer führt in die besondere Spiritualität der Trappisten ein. (Informationen zu beiden Zielen auch im Internet unter: www.novydvur.cz und www.klastertepla.cz).

Um 10.30 Uhr beginnt der Besuch in Novy Dvur mit dem ca. dreißigminütigen Film "Raum der Stille" über das Leben im Kloster Novy Dvur in Tschechisch, wobei die Bilder auch gut für sich selber sprechen. Danach steht einer der Mönche auf Deutsch zum Gespräch zur Verfügung. Um 12 Uhr nimmt die Gruppe am Stundengebet der Mönche in der neuen von John Pawson entworfenen Klosterkirche teil. Das Kloster selbst kann, mit Ausnahme der Kirche, wegen der strengen Klausur der Trappisten nicht in den Besuch einbezogen werden.

Das Mittagessen ist gegen 13 Uhr in der Klostergaststätte geplant.

Gegen 14.15 Uhr steht der Abt des Klosters Tepl, Abt Philipp Lobkowicz für ein Gespräch zur Situation der Kirche in Böhmen und Tschechien, den Beziehungen des Klosters zum Bistum Regensburg und zur besonderen Rolle des Stiftes Tepl zur Verfügung.


Gegen 15:30 Uhr steht eine Führung durch das nach der Renovierung im letzten Jahr neu eröffnete Kloster und die Klosterkirche im Programm.



Die Rückfahrt ist gegen 16.30 Uhr geplant. Ankunft in Regensburg ist gegen 19 Uhr, in Abensberg gegen 19.30 Uhr.

Abfahrtszeiten:
Abfahr Abensberg, Gillamoosparkplatz 7 Uhr
Abfahrt in Regensburg gegenüber dem Hauptbahnhof ,Bussteig 1 ( Bahnhofstraße 17) um 7.30 Uhr
Zustieg in Schwandorf, Ausfahrt Schwandorf Süd, Pendlerparkplatz ca. 8 Uhr
Weiterer Zustieg im Raum Weiden, Pendlerparkplatz Autobahnausfahrt Frauenricht gegen 8.30 Uhr
Abfahrt in Tepl: ca. 16.30 Uhr
Rückkunft gegen 19 Uhr in Regensburg, gegen 19.30 Uhr in Abensberg

Kosten: 38 € für Fahrt und Führungen in Novy Dvur und Kloster Tepl, zusätzlich Kosten für das Mittagessen (ca. 10 € für ein Dreigängemenue)

Organisatorische Hinweise:
- Bitte nehmen Sie ihren Personalausweis mit
- Im Restaurant kann mit € bezahlt werden
- Für die Planung ist verbindliche Anmeldung unbedingt erforderlich

Anmeldung (bis spätestens 10. Mai) und weitere Informationen:
KEB im Landkreis Kelheim
Max-Bronold-Straße 10
93326 Abensberg
Tel.: 09443/91842-24
Mail : gtautz@keb-kelheim.de
www.keb-kelheim.de

Impressionen aus Novy Dvur - "postmoderne Gotik"
"Durch Bilder in einem Architektur-Magazin stoßen sie (die Mönche) auf den gigantischen, minimalistischen Calvin-Klein-Flagship-Store in New York und wissen wieder etwas: Der Architekt dieses Mode -Tempels muss unser Kloster bauen. Wie auch immer sie das angestellt haben: Der britische Star-Architekt John Pawson ist seinerseits fasziniert und entwirft ihnen ein fantastisches, weißes Kloster- und eine faszinierende, weiße Kirche: ein hohes, langes weißes Schiff, moderne Gotik in einem überwältigenden, hellen Licht. Ein wahrlich mönchischer Raum, streng und kantig und schlicht und licht… - postmoderne Gotik."
Markus Nolte in "Die Tagespost", Samstag, 22. Januar 2011, Nr. 9, S. 16, vom gleichen Autor: "Sommerklöster - als Gast in den faszinierendsten Abteien Europas". Dialogverlag Münster 2010, 280 Seiten, 370 Fotografien, ISBN: 978-3-941462-28-1, 29,80 € (Novy Dvur Seiten 232-241)

Das Stift Tepl
Das Stift wurde im 12. Jahrhundert gegründet und ist von Prämonstratensern aus dem Kloster Strahov bei Prag besiedelt worden. Nach einer wechselvollen Geschichte brannte das Kloster 1659 bis auf die Grundmauern nieder. Die heutigen Gebäude wurden zwischen 1688 und 1724 gebaut, das Konvent- und Prälaturgebäude von Christoph Dinzenhofer im Barockstil umgebaut. Über viele Jahrhunderte war es ein Zentrum des geistlichen, aber auch des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens in der Region. Während des ganzen 19. Jahrhunderts wurde Marienbad, das auf Besitzungen des Klosters gebaut wurde, erweitert und gefördert und als Einnahmequelle erschlossen.
Im 20. Jahrhundert hatte das Stift erst unter den Nationalsozialisten und dann den Kommunisten zu leiden. 1945 wurde das Kloster militärisch besetzt, die deutschen Mitglieder mussten im Rahmen der Vertreibung der Sudentendeutschen 1946 das Land verlassen und kamen zunächst im Kloster Speinshart unter. 1950 übernahm die tschechoslowakische Armee das Kloster und nutze es bis 1978 als Kaserne. Danach standen die Gebäue leer und verfielen weiter. 1990 wurde das Kloster mit der ca. 14 ha großen Parkanlage wieder dem Prämonstratenserorden übergeben und die Renovierung für insgesamt etwa 15 Millionen US Dollar begann. Die Tepler Prämonstratenser betreuen 26 Pfarreien in der Umgebung und bieten Exerzitien an. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die deutsch-tschechische Begegnung bei Diskussions- und Kulturveranstaltungen. Besonders sehenswert sind die Klosterkirche und die Bibliothek. 2018 wurde eine umfassende Renovierung des Klosters abgeschlossen.

Referenten:

M.Frederic

Monsignore Dr. Werner Schrüfer

Bisch. Baudirektor Paul Höschl

Pfarrer i.R. Hans-Josef Bösl

Abt Philipp Lobkowicz

Datum Sa 18.05.2019, 7.00 - 19.30 Uhr
Ort Katholische Erwachsenenbildung Kelheim
Gebühr 38 € für Fahrt und Führungen
Veranstalter KEB im Landkreis Kelheim, KEB Regensburg Stadt und Land, Bisch. Baureferat, KEB Schwandorf, KEB Neustadt/Weiden
Anmeldung KEB im Landkreis Kelheim, Tel.: 09443/9184224; Fax: 09443/9184222; mail: info@keb-kelheim.de
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