"Ich bin weil Du bist" Künstlergespräch mit dem Nigerianer Chidi Kwubiri zum Miseroer-Hungertuch 2018

Der Nigerianer Chidi Kwubiri hat das MISEREOR-Hungertuch 2017/18 mit dem Titel: "Ich bin, weil du bist" gestaltet. Im Rahmen der Miseroeraktion 2018 unter dem Motto "Heute schon die Welt verändert" kommt er zu einem Künstlergespräch in das Atelier Fochler nach Ihrlerstein. "Es geht um Vielfalt und Einheit: Auch wenn wir verschiedenen Ursprungs sind und verschiedene Identitäten haben. Sind wir doch immer wir, wir wenden uns dem Anderen zu und sagen unserem Gegenüber: Ich bin, weil du bist.", so der Künstler über seine Hungertuchdarstellung.

Chidi Kwubiri wurde 1966 in SO-Nigeria geboren und lebte und arbeitete dort auch als freischaffender Künstler. Anfang der 90er Jahre kam er nach Düsseldorf und hat dort an der Kunstakademie Fine Arts bei Prof. Buthe und Prof. Penck (Meisterschüler) studiert. Schon während er studierte wurde er mehrfach ausgezeichnet.
In den Folgejahren war er bereits mit zahlreichen Einzelausstellungen und Gruppenprojekten in vielen Ländern Europas, Afrikas und den USA unterwegs.
Bereits seit 2000 lebt und arbeitet Chidi Kwubiri in Pulheim bei Köln und engagiert sich auch in Kunst- und Kulturprojekten der Region.
So engagiert er sich seit 2008 als Initiator des Projektes "whip not child" gegen körperlichen Züchtigung an nigerianischen Schulen - ein Projekt, welches u. a. durch die Stadt Köln, die GIZ, das Goethe-Institut Lagos und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) unterstützt wurde.
Seit Sommer 2006 hat er sein Atelier im Walzwerk in Pulheim, einem konvertierten Fabrikgelände aus der Gründerzeit, welches sich als überregional relevantes Forum für kreative Kleinunternehmen, Kunst, Kultur und Erlebnisgastronomie etabliert hat.

In seinen Werken sind die Einflüsse der verschiedenen Kulturen zu erkennen. Während seiner häufigen Reisen in seine Heimat Nigeria nimmt er intensiv Teil an den Traditionen seines Volkes und am Leben in seinem Dorf wie auch in der sprudelnden Mega-City Lagos und erhält dadurch immer wieder neue Impulse und Inspirationen für seine Arbeit.
Charakteristisch für Chidi Kwubiris Werke ist die Intensität der Farben, mal großflächig in nahezu unvermischten Grundfarben aufgebracht, mal in aufwendiger Dripping- und Spachteltechnik ineinander verwischt, stehen die Farben in einem scheinbaren Widerspruch zu den gelegentlich statisch anmutenden Figuren.
Das Spannungsfeld der Gegensätze als tragendes Prinzip seiner Arbeit ist es, was die Bilder von Chidi Kwubiri so magisch wirken lässt.

Sein Traum bleibt, dass er nicht als afrikanischer Künstler, sondern als Künstler aus Afrika wahrgenommen wird, dessen Bilder Teil einer globalen Kunst sind und nach internationalen Kriterien interpretiert werden.
Chidi Kwubiri engagiert sich in Kunst- und Kulturprojekten in seiner Heimat Nigeria und auch hier in Deutschland. Mit dem Hungertuch möchte er auch politisch ein Zeichen setzen: Die vielen geflüchteten Menschen, die ihren Weg nach Europa gefunden haben, wecken in ihm schlimme Erinnerungen an den Biafra-Krieg, der seine Heimat verwüstete, als er ein Kind war.
Er ist ein international bekannter und viel beachteter Künstler.

Datum: Sa 24.02.18, 19.30 - 21.00 Uhr

Ort: Katholische Erwachsenenbildung Kelheim, Atelier Fochler, Nürnbergerstraße 20, Ihrlerstein

Gebühr: keine

Referent:

Chidi Kwubiri

Veranstalter: KEB, Pfarrei Ihrlerstein und Atelier Fochler

Anmeldung: KEB im Landkreis Kelheim, Tel.: 09443/9184224; Fax: 09443/9184222; mail: info@keb-kelheim.de

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