Die Bibel auf der Bühne ...
Von der Finsternis ins Licht

Biblisches Theaterprojekt der Katholischen Erwachsenenbildung feiert in Abensberg im Theater am Bahnhof Premiere

Am Freitag, 23. Februar um 19 Uhr feiert ein ungewöhnliches Bibelerlebnis in Abensberg im Theater am Bahnhof Premiere. Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) präsentiert mit der Regensburger Schauspielerin Anna Valeska Pohl und dem Saxophonisten Klaus Hirn ein Bibelerlebnis, das sich von einer einfachen Lesung deutlich unterscheidet. Acht ausgewählte Passagen aus dem Alten und dem Neuen Testament präsentiert die Regensburger Schauspielerin Anna Valeska Pohl mit Elementen des "physical theatre", einer Form des modernen Tanztheaters. Diese tänzerischen Momente während der Textlesung rufen unbewusste Bilder und Emotionen im Publikum hervor. Unterstützt wird diese vielge-staltige Rezitation von Lichteffekten von Michael Pöpperl und den Klängen des Saxofons. Bildungsrefe-rentin Beate Eichinger von der KEB im Bistum moderiert den Abend.
Bei der Vorstellung des Projektes, das bis Juni 2018 an zehn weiteren Orten im Bistum auf die Bühne kommt, freute sich Gregor Tautz von der KEB im Landkreis Kelheim, dass für die bistumsweite Premie-re das Abensberger Theater am Bahnhof im Landkreis Kelheim den Zuschlag bekommen hat. Das Theaterteam, für das Brigitte Schmid beim Pressegespräch dabei war, sei gleich bei der ersten Anfrage begeistert gewesen. Schauspielerin Anna Valeska Pohl freute sich über die professionelle technische Ausstattung und die Atmosphäre des Theaters. Stadtpfarrer Georg Birner hob die ungewöhnliche Her-angehensweise an die Bibel hervor. Für viele sei die Bibel trotz ihrer nicht nur religiösen, sondern auch gesellschaftlichen und geschichtlichen Bedeutung ein "Buch mit sieben Siegeln". Diese Bedeutung auch in ihren Tiefendimensionen und mit neuen Wegen zu erschließen sei auch für ihn als Pfarrer ein wichti-ges Anliegen. Er hoffe deshalb, dass Besucher aus dem ganzen Landkreis nach Abensberg kommen.
"Unter dem Leitgedanken ´Von der Finsternis ins Licht´ werden die ausgewählten Bibelstellen miteinan-der verwoben und sowohl unter dem Aspekt der individuelle Beziehung zu Gott als auch der gesell-schaftlichen Verantwortung der Christen präsentiert", so Projektleiterin Beate Eichinger. Auch die aktu-elle Herausforderung der Begegnung mit dem und den Fremden werde im biblischen Kontext themati-siert. Eingestreute Zitate in den biblischen Originalsprachen Griechisch und Hebräisch wollen andeuten, dass die Bibel Generationen und Kulturen miteinander verbindet. "Anlass für die Überlegungen die Bibel einmal anders zu präsentieren war die neue Einheitsübersetzung, die ab Herbst 2018 auch in den ka-tholischen Gottesdiensten verwendet wird. Im Lauf des Projektes ist aber die Idee, die Bibel kreativ und ungewöhnlich zu präsentieren und so auf ihre vielschichtige Bedeutung aufmerksam zu machen immer wichtiger geworden", schilderte Beate Eichinger den Prozess der Projektentwicklung. Gregor Tautz von der KEB hob an dem Projekt hervor, dass die Katholische Erwachsenenbildung jenseits der traditionel-len Vorträge nach neuen Formen sucht, ihre Inhalte und ihr Anliegen zu transportieren. "Mit diesem Projekt, das den ganzen Menschen anspricht und neue Wege geht, hoffen wir auch Menschen anzu-sprechen, die offen und neugierig sind, auch wenn sie sich in der traditionellen Kirche vielleicht nicht so beheimatet fühlen." Selbstverständlich sei ein neuer Blick auf die Bibel ebenso für alle kirchlich Enga-gierten, für Lektoren, Bibelkreise oder Jugendgruppen ein Gewinn. Deshalb sei auch die Katholische Jugendstelle Kelheim im Landkreis Kooperationspartner bei dem Projekt.
Zur Auswahl der Texte informierte der Leiter der Bibelpastoralen Arbeitsstelle den Bistums Dr. Reinhold Then. Vier Texte vor der Pause thematisieren Hilfe in schweren Lebenslagen, vier nach der Pause die gesellschaftliche Verantwortung. Die Auswahl spiegle die Vielfalt der Textformen und Themen wieder, die aber doch zu einer Einheit zusammenfinden, wie dieser Abend in künstlerischer Form zeige. Be-kannte Texte wie der Johannesprolog (Joh 1) oder die Erzählung vom Barmherzigen Vater (Lk 15) ver-binden sich mit Klage- und Lobliedern (Ps 88 und Ps 27), der auch kunstgeschichtlich wichtigen Erzäh-lung von Susanna im Bade (Dan 13) und dem Regenbogen als Bundeszeichen (Gen 9). Gesellschaftli-che Fragen stellen der Brief an die Exilanten in Babylon (Jer 29) und der Brief des Paulus an Philemon.

Die Aufführung dauert ca. 100 min, dazwischen liegt eine Pause mit Getränken.
Eintritt an der Abendkasse: 6 Euro, SchülerInnen, Studierende und SGBII-EmpfängerInnen frei
Kartenreservierung bis 2 Tage vor Veranstaltungstermin und weitere Informationen bei:
KEB im Landkreis Kelheim, Max-Bronold-Str.10, 93326 Abensberg, 09443 / 9184228, info@keb-kelheim.de und www.keb-kelheim.de

Referent:

Anna Valeska Pohl Beate Eichinger, Regenstauf Klaus Hirn, Regensburg

Datum Fr 23.02.18, 19.00 - 21.00 Uhr
Ort Katholische Erwachsenenbildung Kelheim, Theater am Bahnhof, Bahnhofstr. 29, 93326 Abensberg
Gebühr Eintritt Erwachsene: 6,-- € (Schüler, Studierende und SGBII-Empf.: frei)

Hinweis: Karten an der Abendkassse - Kartenreservierung bis 2 Tage vor der Veranstaltung bei der regionalen KEB-Geschäftsstelle oder KEB im Bistum möglich (Kontakt: Beate Eichinger - Tel. 09402 / 94 77 11)

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